Strandung, f.

Auflaufen, auch absichtliches Aufsetzen eines Schiffs auf Grund
  • [daß] bey entstandenem seeschaden und strandung der schiffe ... die von uns ... publicirte strandordnung ... nicht in acht genommen wird
    1664 PreußSeeR. Beil. S. 130
  • bey vorfallendem schiffbruch, strandung oder anderer verungluͤckung des schiffes ist das schiffsvolk schuldig ... schiff, geraͤthschaft und guͤter bergen ... zu helfen
    1727 PreußSeeR. IV 33
  • dem assecuradeur zu lasten faͤllt [das] risico bey strandungen
    1769 HambGSamml. VII 489 Faksimile
  • wenn strandungen vorfallen, haben die insulaner ein drittel der ladungen zur berge-portion
    1781 HistBeitrPreuß. I 117 Faksimile
  • zur bergung sind nicht die bewohner der strandgegend, in der die strandung geschiehet, vorzuͤglich berechtiget, sondern dem schiffer stehet frey, dazu zu rufen, wen er will
    1788 Gadebusch,Staatskunde II 91 Faksimile
  • [vorsetzliche strandung:] erhellet aus den umständen klar, daß die strandung bloß in der absicht geschehen ist, um das leben oder die freyheit der equipage zu retten: so wird der entstandene schade ... nur für partikulaire haverey geachtet
    1794 PreußALR. II 8 § 1821