Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Stümper

Stümper

, m.


I wie Stümpler (I) 
  • handwerks allhier wieder die stümper 
    1593 SchweizId. XI 466
  • kirschner sollen bey ihren gerechtigkeiten wider ... stuͤmper geschuͤtzt werden
    1719 RepStaatsVerwBaiern VI 23
  • die anzahl derer stimper in denen handwercken, professionen, künsten und wissenschaften
    1727 DWB. X 4 Sp. 422
  • wer von dem handwerk gar niemal gewesen oder mit fug widerum davon ausgeschlossen worden ist, der darf sich selbiger handierung nimmermehr anmassen, widrigen falls wird er fuͤr einen stoͤrrer, fretter und stuͤmper, oder wann es nur heimlicher weis geschihet, fuͤr einen pfuscher oder sogenannten baͤnnhasen gehalten
    1768 Kreittmayr,AnmCMax. V 1828
  • die gilde kan vermoͤg ihres zunftzwangs fuͤr sich die pfuscher, stuͤmper und boͤnhasen ... beschicken und warnen
    1785 Fischer,KamPolR. III 270
II arme, armselige Person; ua. als Schimpfwort
  • hastu keynen menschen zu eynem stumpere gemacht, der dar noch von armut stelen ader rauben muste
    15. Jh. DWB. X 4 Sp. 420
  • do weren dusse vordorven stumper unde weddereven, de dar dat aldermynste to geven konden efte wolden
    1514 BrschwSchichtb. 393
  • da begehrten die benomenen [denen ihr Eigentum konfisziert worden war] nur zu sterben, den sie waren zu stompfers geworden
    1517/37 PreußGeschSchr. III 174
  • die aber einander mit geringen worten iniuriren, als du bettler, stuͤmper, droch, vnd dergleichen wort, welche auff iniurien vnd auch keine iniurien koͤnnen ... gedeutet werden, aber doch guten sitten zu wider sein, die sollen mit 12 schilling gestrafft werden
    1586 LübStat. IV 4 § 16
unter Ausschluss der Schreibform(en):