stumpfen, 1stümpfen, v.

I verstümmeln, stutzen; auch durch Abfressen
  • [R. hat] in der ersten schlacht die hand verloren, und ... den gestumpften arm allen [gezeigt]
    1704 DWB. X 4 Sp. 466
  • ob einer gaißen hat und seinen nachbahrn zu schaden kommen in einen garten und stumpfeten ihm die baumber oder pelzer, ... so ist ... die gerechtigkeit, daß der, dem der schaden geschehen ist, nehm einen stain und schlag der gaiß die zähn auß
    18. Jh. NÖsterr./ÖW. VII 314 Faksimile
II wie stumpfieren
  • es solle sich niemandts rotten, versamblen, pörung oder aufrur, weder mit stümpffen, anreitzen oder andern understehen zumachen
    1651 Könnecke,Grimmelshausen II 280