Stümplerei, f.

I nicht zunftgebundenes handwerkliches Arbeiten, Pfuscherei
bdv.: Stümpelei
  • [Luther-Gegner] halten aber mer auf ir stimplerei, auf ire aigne aufsetzung und menschlich gebot
    1523 SatirenRef. II 122
  • [wo ain solche person] an arbait oder stimplerei, romor, fräfl ... was verspräch ... solten desselben eltern ... gegen der obrigkait verantwortung ze tuen schuldig sein
    1587 OÖsterr./ÖW. XIII 123
  • die stimplerey auf dem land und bezirk der bruderschaft vermög der kaiserlichen privilegii mag abgeschafft ... werden
    1607 Schmoller,StraßbTucherZft. 237 Faksimile
  • [das] höchst verderbliche kriegswesen [verursache] allerley ohnordtnungen, zerrüttungen und stimplereyen
    1653 Spies,Hafner 24
  • wegen eingerissener mißbräuche u. stymplereyen
    1685 SchrBodensee 18 (1889) Anh. I 79 Faksimile
  • specification derjenigen unverbürgerten und bloss herumb vagierendtn spilleuth, welche sich meisten theils auf die stimplerey verheurath, keine dienst nit haben und uns hochbeschwärlich seind
    1706 Moser,MusikerGen. 101
  • specification derjenigen unverbürgerten und bloss herumb vagierendtn spielleuth, welche ... keine dienst nit haben
    1706 Moser,MusikerGen. 101
  • wenn sie [nicht in der zunft stehende personen] dergleichen arbeiten zu haus fuͤr andere verrichten, so wird es pfuscherei oder stuͤmplerei genennt
    1779 Weisser,RHandw. 207 Faksimile
II illegaler, auch wucherischer Handel