Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): 3Stufe

3Stufe

, m., f., auch 2Stuf, m.

bergm.

I metallhaltige Gesteinsschicht im Berg; abgebautes metallhaltiges Stück Gestein
  • es sol chain gruebmaister, schaffer noch arbeiter dhainen stuef, es sei werch oder ärzt, von perg haim tragen
    1300/50 Gastein/ÖW. I 199
  • [so] ain newe grueben erpaut, ... mag ... ainem ieden gwerkhen bei der selben grueben ain stuef ertz ainer faust groß gegeben werden
    1474 Worms,SchwazBergb. 156
  • welcher also ein stuffenn pegert, dem sol sie gegebenn werdenn, er sei ein gewerck ader nit
    1536 WeilmünsterBO. 500
  • vff fuͤndigen zechen sol der schichtmeister vnd steigen ein fleissig vff sehen haben daß niemandt keinen stuffen ertz da silber anstehet oder gibt, hinweg trage, bey schwerer straff
    1568 Zwengel 170v
  • ein stuof von ungarischem golderz
    1586 SchweizId. X 1464
  • von dem reichen silberbergwerck zu T. ... grosse stuffen gediegen silbers gebrochen
    1589 Albinus,Landchr. 84
  • das das quecksilber in den silberzechen gebrochen oder ... aus etlichen stuffen, wenn man drauff geschlagen, getroͤpffelt
    1589 Albinus,Landchr. 129
  • schau-stuffen oder ertz von den zechen zu nehmen [wird bey vermeidung leibes-straffe] ernstlich verbothen, ... wo aber ein mit-gewercke eine stuffe begehret, des soll sich der steiger nicht wiedern
    1698 Span,Bergsp. 273
II (in den Stein gehauene) (Grenz-)Markierung; insb. am Ende einer Abbaustrecke oder eines Stollens (I) 
  • de vroneboden en doruen nene mate don in nener grouen, noch nene richteninge noch nene opene teghe spreken noch stopen slan
    Mitte 14. Jh. GoslarBR.(Frölich) 64
  • alz der durchslag czu ist komen an dem tyfin stollen, da sol man eyne stufe slahen an dem verristen an dem stollenheupte
    1368 FreibergUB. II 28
  • do di siben lehen wenden zu S.A., do schol auch sein ain stende stuff czwischen derselben gruben ... und zwischen den vorgenanten sechslehen
    1407 Zycha,BöhmBgr. II 392
  • das die geswornen die stufen, so der schichtmeister vordingt had ... slahen sullen
    1479 Ermisch,SächsBergr. 94
  • verner haben sie zu brechen von der stuffen iiiij lochter minus 3 querfinger an der tanner schnur
    1530 GraupenBergb. 147
  • [sollen] die gedinng heuͤer, so jnen verdinngt vnd der stůeff geslagen wirdet, denselben stůeff ... nit ... veraͤnndern
    1532 SalzbBergO. 12r
  • von stuffen auff stolloͤrter, so man will liegen lassen, zu schlagen
    JoachimsthalBO. 1548 I 3
  • daß die eisen, pfloͤck und stuff nicht versetzt werden
    1553 FerdBO. Art. 40
  • so der herr des stollens ein stuffen schlecht, vnd hoͤrt auff den stollen treibenn
    1557 Agricola 68
  • stuffen-geld: was die geschwornen von einhauung einer stuff oder gemercks bekommen
    1693 Schönberg,Berginformation Anh. 95
  • welcher stoͤllner nun ein ort also verstuffen lassen, der behaͤlt, bis an die stuffe, seine erbgerechtigkeit und stolln-gebuͤhrnisse, insoferne er den stollen offen ... in baulichem wesen erhaͤlt
    1749 CAug. Forts. I 1 Sp. 1409
III ein Längenmaß im Bergbau
  • beym salzwerk zu Hallein hat ein bergclafter 5 berg-elen, die ellen 6 stuͤef, 1 stuef 32 punckt
    1764 Lori,BairBergr. 640
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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