Täufertum, n.

religiöse Lehre, Gruppierung der Täufer (III) (von Gegnern auch Wiedertäufer genannt), welche ua. für die Erwachsenentaufe eintritt; um 1523 entstanden, wird die Bewegung anfänglich als Spielart des Protestantismus vielerorts geduldet, seit dem Speyerer Reichsabschied von 1529 sowie infolge der Gründung des sog. Täuferreichs von Münster (1534/35, mit Ausrufung eines Königs und Einführung der Mehrehe) als Sekte (II) verfolgt
bdv.: Täuferei
Sachhinweis: EnzNZ. XIII 282ff.
  • [Buchtitel: G. Thormann,] probier-stein oder ... gewissenhaffte pruͤffung des taͤufferthums [Bern 1693]
  • nachforschung halten zů laßen, was doch vor ursachen sein möchtend, daß das täüfferthumb ... bey dem landmann ins gemein in solche gewogenheit, gonst und achtung gefallen
    1695 BernStR. VI 1 S. 471 Faksimile
  • alldieweil wir selbsten im werk begriffen, das an etwelchen ohrten unserer landen leider nur allzuvast eingerißen teüfferthumb müglichest zu hindertreiben
    1705 BernGBl. 18 (1922) 250