Teidingstag, (Tagedingstag), m.

I Gerichtstag
  • weilen kurze der zeit solche mandat und bevelch der lenge nach an sollichen tädingstägen nit alle abgelesen werden künnen
    um 1618 Tirol/ÖW. II 42 Faksimile
II Verhandlungstermin für eine gütliche Einigung, einen Vergleich, eine Sühne, einen Friedensschluss; auch die Verhandlungen selbst
  • men scolde deghedinghen umme den vrede in nyen jars daghe ... desen deghedinghesdach scolde men holden upper heyde tho mytweghe tusghen D. unde R.
    1298 LübChr. II 310
  • wy man vnd ratman spreken oc dat vor en recht: dat de marggraf vnd de [Fürst] van Mekelnborch holden scol[en] enen degdingesdach, den wy en heten holden
    1325 MecklUB. VII 240 Faksimile
  • [die Verwandten des Erschlagenen] hebben ... dedinghes daghe beholden unde hebben ore sone gheboden dicker wenne eynes
    1331 StendalUrt. 44 Faksimile
  • dat ich hebbe nomen eyn deghedines daych myt ivgwen borgheren, myt C. vnde myt B., na sunte mertendaghe
    um 1365 LübUB. III 820 Faksimile
  • hatt der landrichter ein dädingstag [wegen eines Totschlags] angesechen ... da wellind wir ze W. ... zemen kumen
    1540/73 SchweizId. X 1120 Faksimile
  • so aber ein fürbott vor st. johanns des taüfers tag so spat geschehen, das die tädingstag nit möchten völliglich gehalten werden noch fürgahn, soll dasselbig vnuolkommen fürbott nit kraft haben
    1. Hälfte 17. Jh. FreiburgÜMun. I Art. 27