Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): tags

tags

, adv.

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I bei Tag, während des Tages, tagsüber
vgl. scheinend (I), tumlicht
  • sîe [antropofagi] ézent náhtes. tés sie síh táges scámên múgen, álso man chît. táz óuh hâzessâ hîer in lánde tûên
    um 1000 Notker(Sehrt-Starck) II 142
  • gif preost misendebirde ciriclice gearþenunga, dæges oððe nihtes, gebete þæt [wenn ein Priester kirchliche Jahr(estag-Gottes)dienste bei Tage oder Nacht falsch abhält, büße er das] 
    1028/60 Liebermann,AgsG. Northu 38
  • hwa so zijn goed flat iefta flemt, huseth iefta howath nachtes iefta deis, soe aegh hi dis koningis ban ti betane mit twam pundem [wer immer sein Gut verschifft oder (anderweitig) wegschafft (oder) bei Nacht oder bei Tag in Haus oder Hof versteckt, der soll die königliche Bannbuße zu 2 Pfund zahlen] 
    12. Jh. (Hs. 1464) WesterlauwersR. I 236
  • swelich dief begrepen wert dages oder nachtes, dat sal man don mit gerochte
    1227 Braunschweig/CorpAltdtOrUrk. I 3
  • so welk man deme anderen schult gift ... vmme enen doetslach, vnde mach he des vulkamen mit twen erhaftigen luden: dat he dar begrepen si mit der daet, edder beseen mit egghewapene, edder beseen mit vlochtigen voten id si nachtes efte dages, da mach men (eme) mede auer gaen
    1270 (Hs. 1493) HambOrdB. F 5
  • ist das ieman den andirne dagis ... sleht ... ze dode, ez gat jme an das hovbet
    1275 Schreiber,UB. I 76
  • wer des nachtes gemehetes gras stilt oder gehowens holz stilt man shol vͤber in richten mit der wide. vnd stilt erz tages ez get im an die hant
    nach 1280 Schwsp.(Langform M) LR. Art. 185
  • fon case, ther sketh deis ieftha nachtes [von der Schlägerei, die bei Tage oder nachts stattfindet] 
    Ende 13. Jh. BrokmerR. 40
  • wer [als Geächteter] ... von den unssern begriffen wurde tages in unsser statt burgban und nachtes innwendig der milen von unsser statt zu zalende, dem sol man sinen kopf abslahen
    1322 StraßbUB. IV 2 S. 95
  • wer sin sprâchhus wiset in den bach tages, der git iii ß ze bůss
    um 1355/1426 SGallenStB. I 9
  • offt yemand were de yn den broke to gevende mende to vorhandende unde he myt willen wolde geven, den will de raedt leggen in syn huss unde dar nicht uth noch dages edder nachtes, he ne hebbe den broke thovoren vornoget
    1489/1513 BremRQ. 282
  • das kein frembder kein tegen noch schwert ... nit vber das bad tragen [darf], tags by der bůß fünf schilling, vnd nachtz by zechen schilling
    um 1520 BadenArgStR. 201
  • [Bäcker sollen] den markh ohne alle mittel tags bis zu der nacht belegen
    1563 Sinsheim 457
  • läßet [jemand] sein vieh tages oder nachtes vor sich allein zwischen dem korn oder sonsten hütten und gräßen, ... gibt der nachbahrschafft 1 rtl
    1722 SchleswDorfO. 302
  • seind denen handwerckhs gesellen in unser statt alle gewehr insgemein, so tags als nachts, bey zehen pfund buß zu tragen verbotten
    1739 LuzernSTQ. IV 110
II täglich (I); pro Tag
  • woͤllen wir ... das vnsere amptleüt vnd gericht ... gebürliche, billiche ordnung zům nutzesten vnd bessten machen ... wie lang sie [tagloͤner] tags schaffen, faren oder wieuil ferten thůn sollen
    1552 WürtNLO. 48v
  • sollen dem aduocato oder procuratori fuͤr solche gerichtsstaͤndt vor dem hoffgericht tags zweintzig kreutzer ... bezalt werden.
    WürtHofGO. 1587 I 7
  • einige au oder sand küppell, so tags mehr und mehr zerflieset und abnompt, ist [ihnen] von dem hochwürdigstem ertzbischofe ... sich des daruff erwachsenden weiden schnits zu bedienen ... zuegeaygnet worden
    1671 RheingauLändlRQ. 518
unter Ausschluss der Schreibform(en):
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