Tagwanmann, m., Tagwanleute, pl.

(stimmberechtigter) Einwohner eines Tagwans (IV)
  • die tagwalüth ze E.
    1344 ArchSchweizG. 3 (1844) 90 Faksimile
  • man sol keinen zum landman ufnemen, einer sige dann vorhin jahr und tag im land seßhaft gesin, und gefallt er dann den tagwanlüten in dem tagwan, darin er seßhafft ist, das der merteil derselbigen für in bittend, so mögend inne dann gemein landlüt zů einem landman annemen
    1564 GasterLsch. 73 Faksimile
  • soueer einer ... zu einem thagwenman an- vnd vf genommen wirt, die so hie uor thagwenlüth sind, bedörffennt deß nüt mer, sonnder sind schon deß lanndtrechtens sicher
    16. Jh. JbGlarus 55 (1952) 95
  • wann ein vatter absturbe, vnnd verließe zwo, drey oder mehr töchteren, die hettend mit einanderen hauß, so sollend sey eines tagwenrechtens in dem tagwen, da ihr vatter tagwenman gsin vnnd sey noch sitzend, fechig vnd genoß sein
    1640 Blumer,RG. II 1 S. 357
  • daß kein tagmansman keine hinder- old bysäßen in sein haus nämen solle
    1704 GasterLsch. 277 Faksimile
  • jeder landmann oder tagwenmann kann in einen andern tagwen ziehen ... und bezahlt einen kleinen beitrag an die ortspolizei-auslagen; er hat aber keinen antheil an den gemeindegütern
    1814 HdbSchweizStaatsR. 278 Faksimile
  • in den gemeinen rath wählen die reformirten tagwenleute auchtundvierzig rathsherren, die katholischen zwölf
    1814 HdbSchweizStaatsR. 281 Faksimile