Taufzeuge, m.

wie Taufpate (I)
  • do ein kindlein in der noth gejachtauft, sollen hernach im einlauten oder einsegnen keine andern gevattern oder taufzeugen, dann die personen, so bei solcher jachtauf selbs gewest, angenommen werden
    1556 Gera/Sehling,EvKO. I 2 S. 159 Faksimile
  • sollen die eltern verpflichtet seyn ... dem pfarrherrn ... zeitig vorher zu erkennen zu geben ..., welche personen zu taufzeugen beruffen worden
    1686 SammlLivlLR. II 1757 Faksimile
  • [daß] kleine und unverstaͤndige kinder zu tauff-zeugen erwaͤhlet worden [wird abgeschafft]
    1748 AltenburgSamml. I 92 Faksimile
  • [nach der Nottaufe,] wenn das kind sich erholet, so bestaͤtiget der prediger in einer gegenwart der gevattern, als tauf-zeugen, solche taufe, ohne sie selbst zu wiederholen
    1770 HambGSamml. VIII 791 Faksimile
  • zu taufzeugen [sollen] nicht mehr als drey personen gebeten werden
    1786 Gadebusch,Staatskunde I 305 Faksimile
  • so viel die taufzeugen ... betrifft: so sind bey den taufhandlungen insgemein drey gevattern, nicht aber weniger als zwey zuzulassen
    1790 SammlVerordnHannov. II 712 Faksimile
  • bey geburten und taufen muß der pfarrer den vor-, zu- und geschlechtsnamen, und den stand der aeltern, ingleichen den namen und stand der gegenwärtig gewesenen taufzeugen, nebst den namen, welche dem kinde selbst beygelegt worden, mit eintragen
    1794 PreußALR. II 11 § 485
  • wem das abendmahl verboten ist, darf auch nicht taufzeuge seyn
    1803 WeistNassau III 101 Faksimile
  • die wahren pflichten eines taufzeugen gegen seinen taufpathen [welche religion und buͤrgerliche gesetze gebieten] sind ... ernsthaft: ... auferziehung, nahrung, kleidung, unterweisung ..., wenn ein fruͤher tod ihm [Patenkind] seine eltern raubt ... [oder] mittelosigkeit sie ausser stande setzt, genuͤglich fuͤr denselben zu sorgen
    1808 v.Berg,PolR. VI 2 S. 167 Faksimile