Teidingsweise, f.

in Teidingsweise zum Zweck der Schlichtung, im Weg der Schlichtung/Verhandlung, auch: unter der ausgehandelten Bedingung
  • als die selben unser stöss von erberen lüten in früntlicher täding wyse ... bracht sind uff ... unsern gnädigen herren junkher W.
    1422 VorarlbAgrU. 39 Faksimile
  • ist im [luͥtpriester] der selb hoͤwzehende aso [!] verlassen in teding wise
    1456 LaupenAmtsbez. 21 Faksimile
  • solte dann durch die versamelung einicherley in teidingßweiß furgenomen werden, möchte dits ire furnemen auff dem tage das ander furnemen irren
    1481 Bachmann,BambLst. 243
  • am aftermäntag in osterfeiren ergaben sie sich an gnad in tädingsweis, das das bistumb in ewig zeit nit wider das haus von Bayren sein sol und nit mer bei dem marggraven
    vor 1490 AugsbChr. III 156
  • in einer tedigweise erschienen sind
    1578 Siebenbürgen/PBB.(Halle) 85 (1963) 352
  • dz alle sachenn, die vor gricht oder vor rath oder sonst in tädings wiß gemachet worden ... jn sinen creften blyben sölle
    nach 1585 AppenzRQ. I 328 Faksimile
  • ob wir solch eingenohmen land, stadt, schloß ... in taͤdings-weise wieder zuloͤsen gebind um einicherley summa gelt
    1730 Leu,EidgR. III 9 Faksimile

teidingsweise, adv.

auch teidigweise
I durch Verhandlung, auf schiedliche Art, gütlich; zur Güte
  • [alß] die stat K. durch die kö. mt. tedingßweiß eingenomen worden
    1504 VerhNdBayern 1, 2/3 (1847) 127
  • alsz G. ain viertel jar gfankhen gelegen, war er datingsweis auszgelossen
    um 1550 HallChr. 293
  • also der amptmann ... vmb vergoͤnden des angriffs angelangt, vnd der schuldner auf eruolgte verkuͤndung erscheinen wuͤrde, soll er thaͤdingsweiß jhm dem schuldner vierzehen tag vngefaͤrlich zubezalen, setzen vnd ernennen
    1567 Reyscher,Ges. IV 276 Faksimile
  • ihre richter werden schwören ein leiblichen ayd ... in allen sachen, so gerichtlich oder dedingsweiß für euch kommen, iederman gleich richter und urtelsprecher zue sein
    1622 WürtLändlRQ. III 759
II als Teidinger (II)
  • nachdem die universitat der deutschen bisher alleweg in den rechten gelebt haben, wo wir zwen theidig weis mit einer appellativ fur sie kommen sindt, also haben sie furgenomen u. mit recht darzu gesehen
    1565 Siebenbürgen/PBB.(Halle) 85 (1963) 352