Teie, Tieje, f.

aus rätorom. tegia, teja
Sennhütte, Almhütte
  • wär der ist, der recht hat in der alpp und aber in den tyegen kainü recht hat, der selbig sol noch enhainü recht in die alpp und in das senntum ze setzen untz bis das er in den taygen och gerechtikait hat ... nach glycher billicher an zal
    1456 VorarlbAgrU. 67 Faksimile
  • das Flaurlinger und Oberhoffer die [mad] als sullen mit einander nutzen und nisen ... und ausgenommen die nachpaurn von F., die haben die taienrecht, die selbe tai [zu] besetzen und entsetzen
    15. Jh. Tirol/ÖW. III 24 Faksimile
  • [Verkauf] unser aigen dry kuwaiden in der alpp S. ... mit aller unser gerechtikait in thiegen, kässern, kessin und andern geschier
    1510 VorarlbAgrU. 126 Faksimile
  • welche liegends kaufft hetten vnd daruff gebuwen ... oder sonst gebesseret ... es werend hüser, ställ, tieyen..., so sollend die, so es züchen wöllend, das buwen vnd bessern bezahlen mit barm geld
    16./17. Jh. DavosLB. 85
  • im fall sich zuetrieg ... daß durch gotsgewalt die ain oder ander alb, gangl oder taien ... zertrimbert oder gar zu grunt gelegt wurde ... so soll ain tail dem anderen auch gleichen uncosten schuldig sein, solliche widerumben aufzurichten
    1716 Tirol/ÖW. IV 49 Faksimile
  • würdet uf jede diegen der auftrieb einer zeitkuh und eines ganzen stiers erlaubt, doch so, daß die zeitkuh in den alplohn angelegt, dem stier aber 1/2 kuhweid gelassen werden solle
    1770 Vorarlberg/ÖW. XVIII 406
  • sofern von ihnen, alpgenossen ... einige weiden sollen verkauft werden, so solle den übrigen das zugrecht hiezu, und zwar jeden ersten und nächsten in der diegen, woraus selbigen verkauft werden, um den nemlichen preis, wie der kauf ergangen, zustatten kommen
    1770 Vorarlberg/ÖW. XVIII 406