Teig, m.

die zum Verbacken bestimmte Masse (idR. aus Mehl und weiteren Zutaten), insb. Brotteig; oft bäckt der Bäcker den Teig seiner Kunden
  • womit man ... sal seynen teyck knethen: auch sal ein iglich becke ... den teyg knethen mit reinem borne vnd mit nicht anderst
    1351 ErfurtZuchtbf. 110 Faksimile
  • man sol chainen sluͤzzel wuͤrchen, ... die auf taik oder auf wachs sind gedrucket
    um 1365 MünchenStR.(Dirr) 418 Faksimile
  • stilt der bek taig und mel, und ist sicherlich ain schel
    1. Hälfte 15. Jh. Netz V. 9362
  • were sach, ob einer in der zent ein bereitten deige hette, so soll er den vor in den ofen thun und darnach dem geschrei nachvolgen mit ander seiner nachbaurn
    1494 WürzbZ. I 1 S. 602 Faksimile
  • es sol auch kainer der schlosserwerke machen will niemant kain schlussel machen nach wachs noch nach taig
    1505 WürtVjh. 7 (1884) 271
  • der frohnlaub soll am taig wägen 21 ℔ und deren laub drey sollen aus ein Culmbacher meßlein gebacken werden
    1530 Wernstein Urb./DRWArch.
  • auch soll der becker den teigk bei dem armen man holen unnd widder heimschaffen
    1536 RheingauLändlRQ. 240
  • ob auch ein schwanger oder krank unvermuglichkeit halben iren deigk nit selbst machen ... kunte, die soll den becker das zu thun pitten, welches er ... gutwillig thun, und fur sein arbeit ein pletz nemen [soll]
    1543 Pfalz/GrW. V 640 Faksimile
  • so der becker den teig geschoßen hat, als dan hat ein ieglichs mensch, des das gut ist, macht, mit seinem arm bieß an den elenbogen das mehl von der beuten zu streichen
    1578 Olm-AlgesheimRQ. 253
  • das seinige, so jhme zu backen vndergeben, den teig abendts vnd morgens im hauß zumachen, fuͤrter an gutem wolgebackenem brot widerzugeben vnd vngeschmelert zuerstatten, doch sol einem jeden zugelassen vnd erlaubt seyn, im backhauß bey seinem teige zubleiben, biß der auß gewuͤrckt, zu brot gemacht vnd in ofen geschossen ist
    1582 PfalzLO. Tit. 27, 4 Volltext (und Faksimile)
  • welicher aber bei den husfeurern bachen lassen will, der solle das mehl daheim knetten und den teig zurüsten
    1623 Zürich/SchweizId. I 950 Faksimile
  • es soll auch derselbig becker haben ein einiges pferdt, damit soll er den leuten den teig hohlen und das brodt heimführen
    1628 PfälzW. II 600
  • aufs vierte soll ein gemeiner ahngenohmener beker der gemeind mit backen aufs förderligst und treuligst verhelfen, ... den daisem belangend, solte solcher von ufrichtigenn mehl gemacht und von dem becker nit mehr gueten daich, alß daissem gewesen, vom haußmann abgenohmen werden [und ein becker soll diesen in] körben, so zum taich tragen tauglich, zum backhaus helfen tragen
    1682 RheingauLändlRQ. 375
  • daß die baͤcker wegen des zum hausbacken zugebenden sauerteigs eine uͤbermaͤßige portion vom teig nehmen
    1740 CCMarch. Cont. I 316 Faksimile
  • [die policey muß dahin sehen,] daß das brod von den beckern gehoͤrig ausgebacken, auch der dazu genommene teig nicht mit schaͤdlichen und ungesunden hefen eingesaͤuert werde
    1799 RepRecht IV 293 Faksimile

teig, adj.

ungenügend gebacken; teigig
  • wes broet deech vonden wurde vanden burgermeysteren ... die weers vp XX sc.
    um 1415 NijmegenStR. 59 Faksimile
  • wann der becker brodt besichtiget, ... ist es zu leicht, vnsauber, teig vnd nicht ghar außgebacken ... die sollen duppelte straffe ... geben
    1586 LübStat. IV 15 § 4 Volltext (und Faksimile)
  • dass sie [becker] gut, wolgeschmeckt brodt ... bachen, nicht äschenfarbig, bleich, verwässert, verschwembt vnd zu viell luck oder gar teig
    1590 ZweibrückenUB. 132 Faksimile