Teilige, m., auch Teiling, m.

jmd., der bei einer Erb- oder sonstigen Teilung (I) einen Teil des zuvor zusammengehörigen Besitztums erhalten hat; dem Teiligen steht oft ein Vorkaufsrecht hinsichtlich der anderen aus der Teilung hervorgegangenen Teilgrundstücke zu
bdv.: 2Teilde
  • welcher lantman ligende güter kofft vnd ein andren lantman, der das anstost vnd sin theillig ist, mag es eim abziechen
    1427 Blumer,RG. I 441
  • die erbguetter ... sond vallen von erbwegen je von dem negsten freunt an den negsten, ... nach dem [an] ains guths thaillig, ob es thaill hat, ob er sin genoss wär, darnach [an] ain herr
    1432 Thurgau/GrW. I 275 Faksimile
  • wellicher gutt verkauffen ald verlychen will, ... der soll es allwëg an bietten und darzu kommen laßen sinen theyling, vnd darnach den hoffjüngeren vnd darnach den hußgenosßen
    1475 Schauberg,Z. 1 (1844) 53 Faksimile
  • welcher gůt verkouffen ald verlichen wil ... der sol es ... darzů kommen lassen sinen theiling und darnach den hoffjüngern und darnach den husgnossen
    1475 ZürichOffn. I 360 Faksimile
  • ist, das ein gůtt feil wurt in dem hoff ze S., das sol man erbietten den nesten teiligen, darnach den hofflüten in der kilchen
    15. Jh. Zürich/GrW. I 46 Faksimile
  • wer der wär, der mit dem anderen erbte oder kauffte und synen theil welte verkauffen, so soll eß deß anderen theilig syn, der daß mit ihm kaufft old gerbt hat, der solß dem anderen feil bieten
    1564 ZugRQ. II 878