Teilrecht, n.
Teilrecht, n.
bdv.:
Kürrecht (B I)
I
Recht (insb. der Kinder aus erster Ehe) auf Grundteilung (I), vollständige und endgültige Erbteilung (nach Tod eines Elternteils und vor Wiederverheiratung des anderen), insb. iU. zum Verfangenschaftsrecht; auch das Recht, Verfahren dieser Form der Erbteilung
Sachhinweis: HRG.¹ V 143f.
-
eyn man quam vor recht vnde sprach ... ab ich an meyner muter stat teilrecht sulde nemen eldervater gut1386 GlogauRb. 78 Faksimile
-
das solche sondere geschaͤfft vnd gemecht nit mit gmeinen worten fürthin beschehen, als da man sich wolte auff diß oder jens verfangenschafft oder theilrecht oder auff ein andern geweßnen gebrauch referiernWürtLR. 1555 S. 272 Volltext (und Faksimile)
-
[wenn] auf absterben des einen ehegemechts keine ... ligende stuckh ..., dahingegen lauter ... vahrnus vorhanden, da solle ... nicht nach dem verfangenschafft recht, sondern nach dem theilrecht der erbfahl berechnet ... werden1626 Arnold,Eßlingen 214
-
ein erstgeburtsrecht ... blieb ... beym hohen adel, bey den uͤbrigen buͤrgerklassen behielten die saͤmtlichen soͤhne das theilrecht1785 Fischer,KamPolR. I 492 Faksimile
II
(Recht, Verfahren der) Zuteilung von Vieh aus Gemeinschaftsbesitz
-
wedra dem andren bim tail schuldig wirt, der sol im das nach tails recht usrichten in acht tagen2. Hälfte 15. Jh. SGallenOffn. II 347 Faksimile
-
das man [der kalbern halb] zu meyen und zu sant martinstag teils recht darztu haben söllenAnf. 16. Jh. SGallenOffn. II 318 Faksimile
III
Bezirksrecht
-
is nowlicken keth wr dae gae tzercka soe alst berth ney des deelsriocht1502 Sipma,FriesOork. I 325 Faksimile