Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Testamentsgeld

Testamentsgeld

, n.

auch Testamenten- 
testamentarisch verfügte Geldsumme; auch als regelmäßig wiederkehrende Zahlung
  • [Übschr.:] testamentgeld 
    15. Jh.? BeitrRostock 15 (1927) 37
  • 2 m. testamentegeldes H.B. und 1 bot ling vor 13 sh. ten. sin nagelatene fruwe
    1551 PommVis. II 267
  • von den testament-geldern soll der pfarrer dem rath ein verzeichniß aus den alten registern übergeben
    1614 CöllnKons. 376
  • onera hafften hiruff jährlich abzutragen: ambtspacht 15 mk., ... testamentsgelder jährlich abzutragen 3 mk. an die rappiner kirche
    1681 Bohlen,Bohlen II 277
  • obgleich die ordinar-besoldung sich nicht gar hoch erstreckte, so trug doch das eingeschneide (wie herr Lutherus ihre accidentien von opffern, messen, ablaß und beicht-pfennigen, testaments-geldern und dergleichen ... nennet) desto mehr, also daß ihre prætendirten jura & annexa stolæ und davon abfallenden gebuͤhren sich weit hoͤher erstreckten als der geordnete jahr-sold
    1721 Knauth,Altenzella III 97
  • daß die so testamenten-gelder von denen canonicis oder vicariis in haͤnden haͤtten, innerhalb monathlicher frist decano und capitulo rechnung geben und abstatten solten
    1725 Staphorst,HambKG. I 2 S. 582
  • [das seelgeraͤte begreifet alles,] was zur bestattung einer leiche ... gehoͤret, z.e. abkuͤndigungen, fuͤrbitte, vigilien und ... verteilung der testaments-gelder 
    1757 Estor,RGel. I 439