Tiegelwärter, m.

auch -warter
Silbergießer in einer Münzstätte
  • der muͤntz-meister sol ... den tiegelwärter und giesser recht einsetzen
    1558? T. Hayme, Digesta juris Saxonici (Leipzig 1734) 820
  • tiegelwarter oder gießpersonen
    1584 ArchKulturg. 34 (1952) 313
  • wen nun der müntzmaister die silber im gießgaden dem teglwarter zum schmeltzen übergeben unnd zuegestölt, solle er wardein neben ime müntzmaister bey dem giessen, biß das silber geschmöltzt, zu zainen außgossen, der abguß aufgesuecht, unnd was neben die gießmödel verschüt würdet, alles zuesamen khumbt, verbleiben, solchem biß zu enndt abwarten, unntz die zain dem werchmaister eingewögen sein
    1584 ForschTirol 3 (1906) 81
  • auf ain tiglwarter und münzschreiber ainhundert taler mit gnaden bewilliget
    1600 Pilsen/JbKunsthistKaiserh. 12 (1891) p. 90
  • alsdann solle das zerganngen und geschmeltzte silber durch den teglwarter oder silbergießer ganntz fürderlichen ... in die gießmödel zu zainen außgossen [werden]
    1601 ForschTirol 3 (1906) 72