2Tier, m., f., Tiere, f.

wohl aus mfrz. tire f., vgl. Godefroy VII 725
Art, Sorte; Beschaffenheit, Eigenart; guter Tiere(n) wohlmeinend, wohlgeneigt, gutherzig; quater Tiere(n) böswilliger Art, bösartig
bdv.: Tierung
  • ir [minne] wonen geist so rehter guoter tiere
    um 1270 Winli/HMS. II 31
  • [Zoll:] van i tonne harnas of allertyre mallyenwerk xii den. holl.
    1389 LübUB. IV 553 Faksimile
  • dre dingk behoren to den landesheren alswo: / gude there vnde rechticheyd / darto bescheiden myldicheyd
    um 1400 Der Leyen Doctrinal 144a V. 16
  • wat wolle yement binnen L. vercoopt, van wat tier of lande si is, ende weecht 6 ℔ of dair boven, die selmen brenghen in der poorte waghe
    1407/48 LeidenKb. 494 Faksimile
  • des wijns soe was daer goeden tier
    1440 Willems,Brab. III 35
  • juwe angebaren guderteren dorsichtige wysheit wy eynparlick ... demotlicken byddende
    1481 HanseRez.³ I 271
  • he unde siner gesellen meer / de boven alle van quader tere / de druncken alle W. beer
    Ende 15. Jh. OsnabrGQ. II 201
  • in demme haue was eyn kemerere, eyn vorrader quader tere
    15. Jh. Staphorst,HambKG. I 4 S. 239
  • benignus ... goder tiren
    1507 DiefenbGl. 71c Faksimile
  • gebut ein erbar rat ..., dat dat weitenmolt mit dem garstenmolte nicht vormenget werde, darmit sinen olden teer beholden und to erholdinge des bruwerkes desto beter gesleten werden muge
    1568/74 HambBurspr. 457
  • der vogt thut auch gepieten die lantleuthen, ... daß iedermann huisch und gutter theiren sey, daß niemant den vogten steuire, noch die scheffen
    1643 Aus Aachens Vorzeit 11 (1898) 108