2Tor, m.
2Tor, m.
I
Geisteskranker, geistig behinderter (und daher schuld- und geschäftsunfähiger) Mensch; auch: Dummkopf
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over rechten doren unde over sinnelosen man ne sal man ok nicht richten; sweme sie aver scaden, ire vormünde sal it gelden1224/35 (Hs. 1369) SspLR. III 3 Textarchiv: SspLR. III 3
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chint, diu zir tagen niht chomen sint, unde toeren, der ieglichez sol einen vormunt han vor gerihte1276 AugsbStR. Art. 60 Textarchiv: AugsbStR. Art. 60
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unsinnig laeut und plinden und toren und die nicht gehoͤrent und stummen und paennig laeut ... die muͤgen all nicht zewch gesein1340 MünchenStR.(Dirr) 333 Faksimile
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kindere binnen iren iaren, noch doren, noch sinnelose lude, noch iuden, noch wives namen ne moghen nicht tughen1. Hälfte 14. Jh. GoslarStR. IV 1 § 13 Textarchiv: GoslarStR. IV 1 § 7ff.
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der irste geborin son sal an den hirschefttin und rechten irben der horit alleine darzu, er were dan nit by sinnen adir ein dor adir eins virmertin mirglichis gebrestin, von des wegin er nit sulte noch inmochte ubir die lude nit ein furste gesinum 1360 GoldBulle 141
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ouertuget en [richter] di kleger, dat di dore also wis sye das em di dorheit oder der doren recht nicht en helpet, id geit em an dem hals1397/98 BerlinStB.(Hs.) 103r
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wegern sie [swertmogen], is czu thun, der richter sal ... selber ... den thoren vorwezen noch des toren vormogen. stirbet her in der torheit, der richter besiczt des toren gut mit merem rechten, denne is uff seyne geerbin gesterbin mogeum 1400 LiegnitzStRb. 160
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wir haben auch das recht: ob wïr ain richter hieten der uns ze swër wër ... oder wër ein tar, oder der uns nicht pei recht behielt ... den schol ... der brobst verchern1471 NÖsterr./ÖW. IX 215 Faksimile
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meinten, das inen die versechung M. B.s, des toren, irs brůders, als den nechsten lidmagen zuͧstuͤnde1482 BernStR. VII 1 S. 154 Faksimile
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waz der gedingte hirthe sumenisß halber verwarloß ader verluß, daz sal he geldin ... als ob he kynder, thoͤren ader unwarsam lude bii daz vehe stelteum 1500 VeröfflHessen XIII 8 S. 72
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stumen toren ungehörend und die so irer vernunfft beraubt sind, die sollen unnder versorgern oder vogten, leben, biß sy deß mangels ledig werden, und widerumb zu gueter vernunfft khumenSalzbLO. 1526 Bl. 87v
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die unsinigen ungehorenden stumben und thoren [mugen] fur sich selbst und in aigner person nit clagen1528 ZeigerLRb. 116 Volltext
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thoren, stummen vnnd sinnlose oder denen die verwaltung ihrer guͤtter verbotten, vnd andere dergleichen personen seyen selbsten im rechten zustehen nicht geschicktWürtLR. 1610 I 18 Faksimile (Abschnittsbeginn)
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die am gemuͤthe krank sind, heißen ... bloͤdsinnige, sinnlose, wanwizige, wansinnige, unsinnige, tolle, rasende, thoren etc.1757 Estor,RGel. I 36 Faksimile
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ueber rechte thoren und sinnlose soll man nicht richten1764 Meckbach,AnmSsp. 630
II
unsittlicher, lasterhafter Mensch
vgl.
töricht (III),
Törin (II)
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dar en lach to samende sete, unde dar doren mank weren, unde tasten enen man an unde nemen eme sine cledere, welkerleyge se weren, unde he dat bewisen mochte mit werde unde husvrouwen unde mit deme tweten manne, dede seker weren, so schal he beteren1447 DithmLR. 1447(Eckh.) § 108 Textarchiv: DithmLR. 1447(Eckh.) § 108