Torenkiste, f.

Käfig, großer Kasten, auch Verschlag oder Gebäude zur Unterbringung von Geisteskranken, Betrunkenen und anderen Verhaltensauffälligen; zT. auch Haftlokal
  • tho der doorhen kysten
    1376 HambKämmRechn. I 231
  • meyster P., do hi des stekers soene uyter dorenkyste ghesloten hadde 5 s.
    1385 DeventerRek. VI 213
  • twen segheren vor den sulven [sage-]blok to snidende to ener dorenkesten 4 s.
    1422 HildeshUB. VI 208
  • [uthgave:] deme marketmestere vor S. to settende in de dorenkisten 1 s.
    1478 HildeshUB. VII 689 Faksimile
  • S. ging in den dom wedder des rades bodt, de markvogedt nahm ör öre hoiken. int leste word ör gebuwedt ein dorenkisten vor des Hilligen Kruitzes dor. darinne wardt se gesettedt ... undt satt da dat ganze jahr udt ander inne
    nach 1542 ZDKulturg. 4 (1859) 762 Faksimile
  • den 25. dec. wurt j dulle fruwe in der dorenkiste doetgevunden
    1579 StralsChr. II 182
  • das nieders. kiste bedeutet noch ein enges gefaͤngniß, besonders in den zusammensetzungen doren-kiste, ein narren-haͤuschen, doll-kiste
    1787 Krünitz,Enzykl. 39 S. 214