Torstube, f.

oft dim.
Wachhäuschen bzw. Aufenthaltsraum für den Torwächter neben, an oder über dem Stadttor; auch als Haftlokal genutzt
  • daz bey yedem thor ain gelegens thorstubl auf der erden, daraus die thorhuetter ir gesicht auf die strassen in vnd vor der stat gehaben mugen, gebauet werde, darinn alsdann die thorhuetter bey tag stäts wonen, vnd huetten söllen
    1524 SalzbStPolO. 153
  • solle auch zwischen beiden lobämbtern und der predig im münster sich niemandts in den thorstüblin, brentenweinheüsern oder würtsheüsern ... finden lassen
    1592 VillingenStR. 194 Faksimile
  • inns thorstüblein gefangen
    16. Jh. ArchNSpr. 40 (1867) 363
  • [in Haft im] dhorstüblein
    1656 FriedbergGBl. 13 (1938) 123
  • wachtstuben, thorstuben, kranckenstuben
    Seckendorff,Fürstenstaat (1656) 265
  • nachtss in dem thorstiblin in der gehorsame bleiben
    1698 SchwäbWB. II 284 Faksimile
  • [inquisitin] ist heut dato in der thorstube, wo sie in haft gehalten wird, wiederum guͤtlich ... befragt worden
    1783 Schlözer,StAnzeigen IV 290