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Deutsches Rechtswörterbuch (DRW): Nottag

Nottag

, m.


I wie Notgericht (I) 
  • darumbe [haben sie] ... daruber eyn recht geholt unde daz auch usgesprochen, unde haben des beiden parthien eynen notdag gestalt unde yn daz auch mit den heymburgen gebotschefft ... der vorgenante jungher W. der habe sines notdagis gehut
    1425 Erler,Ingelh. III 130
  • ob er [der Geladene] nit zu solichen drien xiiij tagen qweme, so sulle man ime darnach einen noitdag setzen und ime den auch verkundigen
    1437 Loersch,Ingelh. 36
  • so setten ... ich J. vrigreue uch burgermester, radt ... der stat W. ... eynen richtlichen plychtlichen notdach to V. an den vryenstull
    1497 Schiller-Lübben III 199
II einer von idR. drei zusätzlichen Tagen im Anschluß an sechs Wochen oder ein Jahr
  • ende jaer ende dagh gheleden sijnde, moet de heijsscher wederkommen ter vierscharen ende volghen ghelijck hij in't voor-jaer ghedaen heeft, tot op sijnen vierden dagh van rechte ende noot-dagh, betoonende sijnder erfdom ende ghewarigen zijnder achterstel metter eedt
    1559 CoutHérenthals 42
  • [wenn j. nicht vor dem Send erscheint, um sein Sendrecht zu bezahlen] so duplirt sich von heutigs tags an ... der zins dreiviertzehen tag und drei nottag lang
    1600 Koeniger,SendQ. 234
  • welcher ... erbgutter ... ubergeben will, so musz der ienigh ... vur dem richter ... erscheinen, und den uffdragh und verzeigt ... thun, den kaufpfennick erklieren wie hoch der ist, umb der nechst erben will iar und dagh sampt drey nott dagen uffenhalten
    oJ. CoutLuxemb. I 255
unter Ausschluss der Schreibform(en):